Förderverein für Musik und Kultur Börde Sittensen e.V.
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„Fünf vor der Ehe“ begeistern Publikum im restlos ausverkauften Theatersaal

Sittensen 27 Jan. 2013 (Heidrun Meyer)

Til, Martin, Chris, Tobi und Sascha: Wenn sie auftreten, sind keine Verstärker und aufwändiges, technisches Equipment nötig. Denn: Die fünf smarten Künstler aus Hannover, die sich „Fünf vor der Ehe“ nennen, brauchen nur ihre Stimmen und Mikrofone, denn sie singen A-cappella. Wie gut sie das können, stellten sie gestern Abend im Schulzentrum unter Beweis, wo sie auf Einladung des Fördervereins für Musik und Kultur Börde Sittensen in der restlos ausverkauften Pausenhalle ein mitreißendes Konzert ablieferten, das über 400 Zuschauer mit tosendem Applaus und lauten Zugabe-Rufen quittierten. 

Fördervereinsvorsitzender Heiko Hastedt freute sich denn auch riesig über die vielen Besucher, die, wie an den Kennzeichen der parkenden Fahrzeuge zu erkennen war, auch aus den Nachbarlandkreisen gekommen waren. In bester Boygroup-Manier - jugendlich, frisch, fröhlich, manchmal etwas frech - zogen die Sänger von „Fünf vor der Ehe“ das Publikum schnell in ihren Bann. Moderierten charmant ihre Songs an, parlierten munter mit den Gästen und forderten sie immer wieder zum Mitmachen auf. Nur mit ihren Stimmen erzeugten sie echtes Bandgefühl, denn sie imitieren gekonnt jedes Instrument. Der Zuschauer hat das Gefühl, auf der Bühne wummert der Bass, dröhnt die E-Gitarre oder hämmert das Schlagzeug. 

Das Quintett setzt überwiegend auf eigene Texte, gibt aber auch Gecovertes aus Rock und Pop zum Besten – nicht ohne die eigene Note zu vergessen. Sie besingen Beziehungskrisen, Alltagsbegebenheiten und verpacken Weisheiten des Lebens in ein originelles Gewand. Da geht es um die Jugendliebe, die auch im Laufe der Jahre nicht zu einer Romanze werden will, um die Schattenseiten eines Musikers, Sex im Internet oder über die Frau an sich: „Sie meint nicht immer, was sie sagt.“ Erscheint manch ein Text erst mal nur witzig, verbirgt sich zumeist immer ein tieferer Sinn dahinter. Etwa bei "Liebe übers Internet", wo die Suche nach dem Glück im Single-Chat stattfindet und die virtuelle Liebe schlussendlich die Frage aufwirft, wie denn aber ein Baby in den Bauch kommen soll. Kritisch zeigt sich der Song „Stecker raus“, der sich mit dem Terror der neuen Medien auseinandersetzt. Aber die Sänger können auch still und nachdenklich werden, etwa wenn sie „Ich bin für dich da“ oder „Bleib bei mir“ interpretieren.

Das Publikum musste auch mit ran, sei es in Form eines „Sitztanzes“ oder um im Stil eines Kanons „Wir sind nicht dafür, wir sind dagegen“ anzustimmen. Immer lauter sollte es dabei singen, bis hin zur „Fußballstadionversion“. Überhaupt suchten die Künstler immer wieder direkten Kontakt. Etwa wenn der Sascha mit dem tiefen Bass auf Kontaktsuche ging und Bekanntschaft mit der Grit machte. Oder Johannes, der von Til auf die Bühne geholt wurde, weil er Geburtstag hat und schlussendlich eine CD geschenkt bekam.

Mit einem „Disco-Dance-Medley“ aus den 80-er- und 90-er Jahren zeigten die Jungs am Ende noch einmal richtig, was sie können. Das war A-cappella-Gesang vom Feinsten. Klar, dass es da kein Halten mehr im Publikum gab. Stehende Ovationen und Zugabe-Rufe belohnten ein „hammergeiles“ Konzert, wie es in den Zuschauerreihen bezeichnet wurde. Erst nach mehreren Zugaben durften „Fünf vor der Ehe“ schließlich die Bühne verlassen. (hm)

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